A Monthly Digital Diary
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Brief aus Berlin

 
Willkommen zu unserem Brief aus Berlin im Februar!

Willkommen zu unserem aktuellen Brief aus Berlin, in dem wir Ihnen zwei große Einzel-ausstellungen vorstellen: Liam Gillicks soeben eröffnete Ausstellung The Work Life Effect im Gwangju Museum of Art in Korea und Ryan Ganders Natural and Conventional Signs in seinem improvisierten, kunsthallenähnlichen Raum Solid Haus, der zu seinem Atelierkomplex in Suffolk gehört und derzeit nur virtuell zugänglich ist.

Unsere speziellen Online Viewing Rooms für Isa Melsheimer und Rosa Barba sind weiterhin geöffnet und unsere neuen Serien Spotlight und All Access zeigen Werke und Ausstellungen, die virtuell zugänglich sind.

Unter dem Titel Sun Rise | Sun Set eröffnet heute zunächst nur digital im Berliner Schinkel Pavillon eine ambitionierte Gruppenausstellung zum Thema des Klimawandels, in der ein Werk von Pierre Huyghe gezeigt wird.

Eine Auswahl an Publikationen, darunter ein wunderschöner neuer Katalog zur Ausstellung Like a Moth to a Flame, die 2017-2018 in Turin stattfandt und von Liam Gillick, Tom Eccles und Mark Rappolt kuratiert wurde, schließt unseren Brief ab. Details finden Sie im Folgenden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserem Brief aus Berlin!
 

Liam Gillick – The Work Life Effect, Gwangju Museum of Art

Ausstellungsansicht: Liam Gillick, The Work Life Effect, Gwangju Museum of Art, 2021
Photo © Gwangju Museum of Art, Korea

The Work Life Effect ist die erste große Einzelausstellung von Liam Gillick in einem Museum in Asien. Die Ausstellung setzt das Interesse des Künstlers an Fragen der Produktion, verschiedenen Arbeitsformen und der unaufhörlichen Suche nach einer zeitgenössischen Abstraktion fort.

Der Titel bezieht sich unmittelbar darauf - eine Anspielung auf die komplexen Spannungen zwischen Arbeit und Leben. The Work Life Effect entwirft eine Zone, in der wir die Auswirkungen der Verquickung von Arbeit und Leben spüren, die sich in der digitalen Zeit und unter den Bedingungen der Covid-19-Pandemie weiter beschleunigt hat. Die Ausstellung veranschaulicht solche Prozesse nicht direkt, sondern evoziert eine Dämmerstimmung aus Lichtern, Formen und Affekten, die verdeutlichen, wie sich emotionale und formale Aspekte der Wahrnehmung und Erfahrung verändern, wenn wir neuen Formen der medialen Existenz ausgesetzt sind.

Die Ausstellung impliziert sowohl Außen- als auch Innenräume. In diesen Zonen sehen wir große mathematische Gleichungen an den Wänden leuchten, als ob die analytischen Daten, die uns umgeben, sichtbar wären - die Neonlichter einer nächtlichen Stadt werden durch Instrumente zur Berechnung des menschlichen Glücks ersetzt.

Lichter, die sich auf und ab bewegen, fungieren als Wegweiser zum Eingang der Ausstellung - sie erzeugen Wellen von Schatten, die sich bewegen, während wir still stehen. Innerhalb des Hauptraumes sind zwei große architektonische Räume konstruiert - wobei alle anderen Wände des Museums hier entfernt wurden. Sie funktionieren als halb-autonome Zonen - weder innerhalb noch gänzlich außerhalb des eigentlichen Museums. Diese beiden Räume innerhalb eines anderen Raumes enthalten zwei paradoxe Aspekte der Arbeit des Künstlers, nämlich Abstraktion in Spannung mit einer Poetik des sozialen Lebens, der Erfahrung und des Kampfes. Beide Räume ähneln Schaufensterfronten oder riesigen Vitrinen. Hell beleuchtet scheinen sie gläserne Fassaden zu haben. Das Glas ist jedoch eine Illusion und man kann sie einfach betreten.

Ausstellungsansicht: Liam Gillick, The Work Life Effect, Gwangju Museum of Art, 2021
Photo © Gwangju Museum of Art, Korea

Die erste architektonische Struktur enthält eine neue Serie von abstrakten "Fins" und "Horizons". Diese abstrakten Wandarbeiten spielen auf ausgesprochen zeitgemäße Elemente an, die wir in der gebauten Welt der Architektur, Industrie und Kommunikation finden. Die Werke haben sich aus einem früheren Schwerpunkt auf Zwischendecken und Trennwänden entwickelt, und rufen die Kühlrippen, Server-Arrays und Lüftungsschlitze in Erinnerung, die die Zirkulationsorgane der gebauten Welt sind.

Die Fins und Horizons in der Ausstellung sind neue Arbeiten, die sich auf einen Text des Künstlers aus dem Jahr 2004 mit dem Titel "Construction of One" beziehen. In dem Text folgen wir einer Gruppe von Menschen, die in ihre ehemalige Fabrik zurückkehren und beginnen, diese als Ort zu nutzen, um alle materiellen und menschlichen Beziehungen zu verstehen, indem sie ihren ehemaligen Arbeitsplatz dekonstruieren und den Ursprung aller Konstruktionsmaterialien untersuchen. Die Arbeiten hier sind Abstraktionen, die von den Funktionsorganen eines Gebäudes abgeleitet sind. In ihrer Ähnlichkeit mit Kühlkörpern oder Lüftungsöffnungen verweisen sie auf das Gebäude als Körper und eine Abstraktion, die sich von Server-Farmen, Festplatten und Schaltkreisen inspirieren lässt.

Ausstellungsansicht: Liam Gillick, The Work Life Effect, Gwangju Museum of Art, 2021
Photo © Gwangju Museum of Art, Korea

Eine Reihe großer, leuchtend bunter Neon-Gleichungen dominiert den Ausstellungsraum. Alle stammen aus einer akademischen Arbeit, die 2014 am University College London veröffentlicht wurde und die Wege zur Berechnung des menschlichen Glücks darlegt. Gillick hat mathematische Gleichungen in seiner Arbeit in vielen Kontexten verwendet. So zum Beispiel bei der Istanbul Biennale 2015 und bei der Yinchuan Biennale 2016.

Gleichungen sind eine internationale Sprache, die über jede sprachliche Grenze hinweg verstanden werden kann. Sie sind Werkzeuge - die existieren, um benutzt zu werden - und sind nur produktiv, wenn Informationen korrekt in sie eingesetzt werden. Es gibt eine Ökonomie und Schönheit in Gleichungen, die eine parallele visuelle Sprache nahelegt, die als rein konzeptuelles Potenzial existiert. Eine Gleichung, ein Theorem, ein Prinzip. Ein Ausdruck von Beziehungen. Eine Reihe von Ausdrücken, die für einen Wissenschaftler oder Mathematiker so klar sind, wie es ein Zitat eines Theoretikers für einen zeitgenössischen Künstler sein mag. Es ist eine Konstruktion, die gleichermaßen komplex oder einfach erscheint, je nachdem, welche Position man in Bezug auf Spezialisierung und die Akkumulation von Wissen einnimmt.

Die Arbeiten bieten das Werkzeug, um über materielle Realitäten zu reflektieren und Gedanken vorurteilsfrei an den Menschen heranzutragen. Die Komplexität und Ungreifbarkeit der mathematischen Gleichungen deutet auf die menschliche Hybris hin, die mit dem Versuch einhergeht, Gefühle wie Glück, Liebe oder Unzufriedenheit zu quantifizieren.

Ausstellungsansicht: Liam Gillick, The Work Life Effect, Gwangju Museum of Art, 2021
Photo © Gwangju Museum of Art, Korea

Die zweite architektonische Struktur enthält die Arbeit Factories in the Snow (Il Tempo del Postino) (2007), ein bedeutendes Werk, das aus einem digitalen Player-Piano und einer Schneemaschine besteht. Das Klavier steht allein im Raum, während schwarzer Schnee fällt. Zu hören ist der Versuch des Künstlers, aus dem Gedächtnis das Lied Grândola Vila Morena zu spielen. Das Lied wurde ursprünglich im portugiesischen Radio zum Beginn der "Nelkenrevolution" im Jahr 1974 gesendet.

Diese Arbeit wurde 2007 für die Ausstellung Il Tempo del Postino in Manchester realisiert. Eine Gruppenausstellung, die im Manchester Opera House stattfand. Eine modifizierte Form des Werks wurde anschließend in Philippe Parrenos Ausstellung Anywhere Anywhere out of the World im Palais de Tokyo 2013 gezeigt, wo das Klavier Petruschka von Strawinsky spielte - und als eine Partitur und als Steuerungsmechanismus der Beleuchtung und Bewegungsabläufe innerhalb der Ausstellung fungierte.

Ausstellungsansicht: Liam Gillick, The Work Life Effect, Gwangju Museum of Art, 2021
Photo © Gwangju Museum of Art, Korea

Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung erstreckt sich auf das Foyer des Museums und die Bücherlounge. Große grafische Arbeiten an den Fenstern liefern ein neues Glossar von Begriffen zur Beschreibung zeitgenössischer Arbeitsbedingungen. Die Texte an den großen Glaswänden der Museumslobby sind eine Parodie auf die Büro- und Geschäftssprache, wobei Wörter, die ganz authentischer Business-"Jargon" sind, mit nicht damit verbundener Sprache kombiniert werden, um neue Formulierungen zu bilden.
Die Kombination von disparaten Wörtern und Strukturen erzeugt eine Art poetische Dissonanz und Verwirrung, ein bisschen wie das Ergebnis einer automatischen Übersetzungsmaschine, die keinen Sinn ergibt. Die Art und Weise, wie sich die Sprache unter den neuen Arbeitsbedingungen verändert hat, ist ein zentraler Bestandteil der Texte und grafischen Arbeiten des Künstlers. Gillick hat oft auf eine strategische "logische Dislogik" und auf einen von den Situationisten inspirierten Begriff des Spiels zurückgegriffen, der auf eine bewusst komplexe Art und Weise als Unterbrechung wirkt. Unter Verwendung konkreter Bezüge und Witz als Anreiz widersetzen sich die Arbeiten immer wieder auf eine gewisse Art und Weise dem einfachen Verständnis, um eine produktive Irritation zu erzeugen.

Eine weitere Grafik an den Fenstern der Museumslounge zeigt einen stilisierten Gwangju-Kiosk, der rund um die Uhr geöffnet ist und viele neue "Produkte" wie Produktion, Schmerz, Feuer und Teamwork verkauft.

Diese Räume sind mit niedrigen Tischen und Hockern ausgestattet, die Bereiche für informelles Beisammensein, Lernen und Recherchieren bieten. In diesen Räumen und in der Ausstellung selbst wird ein Programm aus Vermittlung, Performance und Videostreaming produziert.

Ein Ausstellungskatalog erscheint in Kürze.

Ausstellungsansicht: Liam Gillick, The Work Life Effect, Gwangju Museum of Art, 2021
Photo © Gwangju Museum of Art, Korea

 

Ryan Gander – Natural and Conventional Signs, Solid Haus, Suffolk

Ryan Gander, The Silent Majority / The Vocal Minority, 2021
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021. Photo © Studio Ryan Gander

Mit Natural and Conventional Signs präsentiert Ryan Gander eine Auswahl neuer Arbeiten, die sich direkt an den Forschungen des Künstlers an der Princeton University orientieren, die er während seiner Zeit als Hodder Fellow (2019-2020) durchführte und die in einer Zeit der Reflexion entstanden, während die Welt inmitten einer globalen Pandemie innehielt.

Natural and Conventional Signs sollte ursprünglich auf dem Princeton-Campus stattfinden, doch da Reisen immer noch ein Problem war, wurde Ganders neue Arbeit im Solid Haus installiert, einem eigens konzipierten, improvisierten kunsthallenähnlichen Raum, der innerhalb des Atelierkomplexes des Künstlers im ländlichen Suffolk, zwei Stunden östlich von London, errichtet wurde. Da in Großbritannien strenge Beschränkungen gelten, ist die Ausstellung derzeit nur virtuell zugänglich.

Gander hat eine Ausstellung zusammengestellt, in der die Werke eine doppelte Bedeutung und einen doppelten Zweck haben; sie untergraben die Zeichen, Tropen und Markierungen, die wir in unserer alltäglichen Welt sehen, um ein neues Licht darauf zu werfen, wie wir uns selbst in Bezug auf die Werte von Zeit, Geld, Chancen, Aufmerksamkeit und Privilegien positionieren.

"Ich bin ein wenig von der Idee besessen, dass die Welt unterteilt werden kann in 'die Dinge, die von Natur aus Bedeutung vermitteln' und 'die Dinge, die gemacht werden, um Bedeutung zu vermitteln'", sagt Gander. "Ich denke, das ist es, was Maurice Merleau-Ponty mit 'primären und sekundären Ausdrucksformen' meinte. Fast alle Kunst - vielleicht mit Ausnahme der Outsider-Kunst - wird aus konventionellen Zeichen gemacht, nicht aus natürlichen. Für mich ist das Phänomen, natürliche Zeichen außerhalb der Sicherheit einer Galerie zufällig zu finden - ein weggeworfenes Busticket, ein abnehmender Mond, Fußabdrücke im Schnee -, oft eine erinnerungswürdigere und bedeutsamere Erfahrung als jene, mit denen ich gefüttert und manipuliert werde und die wir durch die weißen Räume der Kunstinstitutionen als aufgeladen empfinden mögen. Während wir uns in der Welt zurechtfinden, die wir so sehr vermissen, blitzen immer wieder wunderbare Provokationen auf, aber wir müssen hinschauen."

Ryan Gander, Alchemy Box i - Being aware of the scope of what you could achieve, 2021
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021. Photo © Studio Ryan Gander

Eines der Werke bezieht sich auf John Higgs' The Future Starts Here: Adventures in the Twenty-First Century (2019): "Diese immateriellen Dinge, Geister, Götter, Grenzen, Stämme, Gesetze, Mythen, Flaggen, Geld und Konzerne. Wenn diese Dinge ein physisches Element haben, dann ist es kaum mehr als ein Stück Stoff oder Papier oder ein kleines Stückchen Erde. Es ist ihr immaterieller Aspekt, den wir uns ausmalen und auf die physische Welt projizieren, in dem ihre Macht und Bedeutung liegt."

Was wie eine gewöhnliche, mit Münzen und Bargeld gefüllte Spendenbox aussieht, ist bei näherer Betrachtung mit Dollarscheinen gefüllt, die mit Origami zu fünfzackigen Sternen gefaltet wurden - ein Meditationsinstrument, das die Idee vertritt, dass Zeit auf positive und produktive Weise genutzt werden kann, während es gleichzeitig auf ironische Weise unsere Unfähigkeit offenbart, den Fluss sowohl unserer Zeit als auch des formalen geldwirtschaftlichen Systems aufzuhalten.
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Ryan Gander, Elusive System / Useless Machine (Alchemy Box iii - Often learning comes from discomfort), 2021
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021. Photo © Studio Ryan Gander


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Ryan Gander, Elusive System / Useless Machine (Alchemy Box iii - Often learning comes from discomfort), 2021
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021. Photo © Studio Ryan Gander

Andere Werke berufen sich auf ähnliche Weise auf eine Art Währung - Tausende von schwarzen Pokerchips, die jeweils von Hand mit einem weißen Markierungsstift nummeriert und aus dem Umlauf genommen wurden. Ohne jegliche Verwendung von Fixiermitteln zu neunundvierzig einzelnen Stapeln gestapelt, die das Volumen eines 30 cm großen Würfels ausmachen, stehen die schwarzen Chips auf einem weißen Sockel, der von den Kindern des Künstlers willkürlich bekritzelt worden ist. Innerhalb dieses Sockels verbergen sich Objekte und Gegenstände aus der Sammlung des Künstlers zum Thema "Privileg der Rückschau, alternative Perspektiven und retrospektive Visionen", während an einer Wand in der Nähe des Objekts ein per Abdruck übertragener Text angebracht ist, der eine Beschreibung der Objekte innerhalb der Box verrät. Das Hervorrufen einer verborgenen oder fiktiven Instanz - sei es ein Objekt, ein Ort des kulturellen Austauschs oder sogar eine Bildungseinrichtung - ist ein zentrales Thema in Ganders Arbeit.

Ausstellungsansicht: Ryan Gander, Natural and Conventional Signs, Solid Haus, Suffolk, 2021
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021. Photo © Studio Ryan Gander

In der Mitte des Raumes zeigt eine sehr große, leuchtende Billboardtafel ein Foto von einem Paar künstlich verschmutzter Adidas-Turnschuhe, die der Künstler 2014 entworfen hat. Es wird jedoch auch klar, dass diese konkreten Turnschuhe von Omar Ruvalcaba im September 2017 nach dem Erdbeben in Mexiko-Stadt getragen wurden, als er sich auf der Suche nach Leben durch Schutt und Trümmer bewegte, nachdem er selbst überlebt hatte und aus dem eingestürzten Betongebäude, in dem er lebte, geflohen war, womit Maßstäbe für Wert, Wertigkeit, Kosten und Konsequenzen geschaffen werden.

Ryan Gander – Natural and Conventional Signs – Online Tour

Begleiten Sie Ryan Gander auf einem Rundgang durch seine Ausstellung mit David Reinfurt vom Princeton Program in Visual Arts, während sie die Konzeption der einzelnen Werke diskutieren und Fragen des virtuellen Publikums beantworten. Aufgezeichnet am 9. Februar 2021.
 

Rosa Barba – Selected Works, Online Viewing Room

Besuchen Sie unseren Online Viewing Room Rosa Barba: Ausgewählte Werke. Eine der Arbeiten, die vorgestellt werden, Inside the Outset: Evoking a Space of Passage, ist ein Projekt, das aus zwei Teilen besteht: einem Film und einer dauerhaften Open-Air-Kinoinstallation, die in der UN-Pufferzone auf Zypern errichtet wurde.
 

Isa Melsheimer – false ruins and lost innocence, Online Viewing Room

Während ihre Ausstellung false ruins and lost innocence aufgrund der aktuellen COVID19-Beschränkungen geschlossen bleibt, erkunden Sie Isa Melsheimers Präsentation bitte in unserem Online Viewing Room.
 

Spotlight

Spotlight ist eine neue wöchentliche Präsentation, die sich auf ein Kunstwerk oder eine Gruppe von Werken konzentriert.
<b>Roman Ondak</b>

Roman Ondak

Bad News, 2018
Zeitungen, papier-mâché, Arbeitstisch
114 x 81 x 81 cm

<b>Ryan Gander</b>

Ryan Gander

Y gêm (My neotonic contribution to Modernism), 2017

Holz, Styropor, künstliche Fellbälle
118 x 75 x 60 cm

See the Spotlight

 

All Access

All Access ist eine neue Serie von Online-Besuchen von Ausstellungen, die derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen sind. Da Museen und Galerien auf der ganzen Welt derzeit nicht zugänglich sind, führt die Serie uns in Begleitung der KünstlerInnen und KuratorInnen in diese Räume.

Ausstellungsansicht: Mein Vater, meine Nachbarn, meine Freunde, und deren Freunde, mit Angela Bulloch, Isa Melsheimer, und Christopher Roth, haubrok foundation, Fahrbereitschaft, Berlin, 2020

Für unseren ersten All Access stellte Jeanne Tremsal gemeinsam mit Christopher Roth ihre Ausstellung in der FAHRBEREITSCHAFT vor.

Mein Vater,
meine Nachbarn,
meine Freunde,
und deren Freunde
mit Angela Bulloch, Isa Melsheimer, und Christopher Roth
haubrok foundation, Fahrbereitschaft, Berlin
www.tremsal.de

Die Ausstellung Mein Vater, meine Nachbarn, meine Freunde und deren Freunde wurde von Jeanne Tremsal rund um das Werk ihres Vaters Benoit kuratiert. Ihre Vater-Tochter-Beziehung drehte sich immer um die Kunst, und als Jeanne erfuhr, dass er unheilbar krank war, initiierte sie eine Ausstellung, die sich auf Benoits Baumskulpturen bezog. Der Titel verweist auf die Gruppe von Künstlern, die Reaktionen auf die Bäume beisteuerten: Nachbarn, Freunde und deren Freunde.

Die FAHRBEREITSCHAFT in Berlin-Lichtenberg ist einer der Standorte der Haubrok Foundation. In wechselnden Ausstellungsräumen auf dem dynamischen Kunst- und Gewerbehof zeigt die Stiftung Arbeiten aus ihrer Sammlung, von Künstlern, die auf dem Gelände arbeiten, oder von Gastkuratoren und Künstlern.

Pierre Huyghe – Sun Rise | Sun Set, Schinkel Pavillon, digitale Eröffnung

Pierre Huyghe, Circadian Dilemma (El Día del Ojo), 2017, Aquarium, Astyanax mexicanus (mit und ohne sehender Augen), Algen, Höhlenscan gegossen in Beton, schwarzes intelligentes Glas, geolokalisiertes Programm, 137.5 × 123 × 164.1 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021. Photo © Rex Chu

Sun Rise | Sun Set
mit Pierre Huyghe
Schinkel Pavillon, Berlin
Digitale Eröffnung
26 Februar 2021, 17.39 (CET)
www.schinkelpavillon.de

Die generationsübergreifende Gruppenausstellung Sun Rise I Sun Set widmet sich dem Klimawandel als drängendstem Thema unserer Zeit. Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen der Gegenwart und der Moderne, die ein Weltverhältnis erlebbar machen, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen, Technik und Ökonomie, unbelebte Dinge und Nicht-Wesen untrennbar miteinander verwoben sind.

Aufgrund der derzeitigen COVID-19 Beschränkungen eröffnet die Ausstellung ausschließlich digital.

Einen Trailer der Ausstellung finden sie HIER

Laufend aktualisierte Programminformationen finden Sie auf den Social Media Kanälen des Schinkel Pavillons HIER
 

The Reading Corner

Neu!

Liam Gillick, Mark Rappolt, Tom Eccles

Like a Moth to a Flame
Come una falena alla fiamma
2021
Verlag: Corraini Edizioni
Buch Design: Liam Gillick
Englisch/Italienisch

Available here

Like a Moth to a Flame greift auf die Erfahrungen der gleichnamigen Ausstellung im OGR in Turin zwischen 2017 und 2018 zurück, um zu erzählen, wie im Laufe der Zeit individuelle Leidenschaften ihren Weg in die Gesellschaft finden und in das kulturelle Gewebe der Stadt eindringen. Das Buch zeichnet die Arbeit von drei herausragenden Kuratoren aus der ganzen Welt in Turin nach: Tom Eccles, Direktor des Center for Curatorial Studies am Bard College in New York, Mark Rappolt, Chefredakteur der britischen Zeitschrift Art Review, und Liam Gillick.

In Like a Moth to a Flame wird anhand der Fotografien von Liam Gillick und den Worten der Kuratoren die Entstehung und Entwicklung der Ausstellung nachgezeichnet und ihre Relevanz aufgezeigt. Begleitet wird die Ausstellung von einer umfassenden Diskussion zwischen Liam Gillick und Hito Steyerl, sowie einem Gespräch zwischen dem Kurator Anselm Franke und Mark Rappolt.

Dies ist nicht nur die Geschichte eines großen Ausstellungsereignisses, sondern ein Dokument, das eine mögliche und stets offen zu diskutierende Methode umreißt, einen Ort durch sein künstlerisches Erbe zu erschließen.
<b>Rosa Barba</b><br>

Rosa Barba

From Source to Poem
2017
Verlag: Hatje Cantz
Englisch/Italienisch

Available here


<b>Ryan Gander</b><br>

Ryan Gander

Soft Modernism
2017
Verlag: Gallery Hyundai
Englisch/Koreanisch

Available here

<b>Ryan Gander</b><br>

Ryan Gander

Culturefield
2014
Publisher: Walther König
Englisch/Französisch

Available here

<b>Liam Gillick</b><br>

Liam Gillick

In Piedi in Cima a Un Edificio: Film 2008-2019 | Standing on Top of a Building: Films 2008-2019
2020
Verlag: Arte’m / Madre Napoli
Englisch/Italienisch

Available here

<b>Liam Gillick</b><br>

Liam Gillick

Half a Complex
2019
Verlag: Hatje Cantz
Englisch

Available here


<b>Liam Gillick</b><br>

Liam Gillick

Industry and Intelligence. Contemporary Art Since 1820
2016
Verlag: Columbia University Press
Englisch

Available here

 
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