Willkommen zum Brief aus Berlin!

Wir beginnen mit einem Blick auf die Ausstellung von Dominique Gonzalez-Foerster in der Galerie und das Projekt Une Valise Transféministe, das Paul B. Preciadound sie im Bookstore realisiert haben. Noch bis Sonntag ist eine Präsentation von zwei Werken zu der Figur Ann Lee von Tino Sehgal und Philippe Parreno in unserer Seouler Dependance zu sehen. Auch die Art Cologne dauert noch bis Sonntag: Besuchen Sie uns an unserem Stand oder erkunden Sie die Werke online. Zwei Videoinstallationen von Cemile Sahin sind derzeit in der Kunsthalle Osnabrück und auf der Lyon Biennale zu sehen. Letzten Monat haben wir bereits über Liam Gillicks Projekt auf Fogo Island gesprochen, diesen Monat stellen wir das World Weather Network vor und zeigen Ihnen, wie Sie auf die Daten der Station zugreifen können. Der Spielfilm Servus Papa, See You in Hell von Christopher Roth und Jeanne Tremsal schließlich kommt am 24. November in die deutschen Kinos und wird bereits auf mehreren Festivals gezeigt. Sehen Sie sich den Trailer an und informieren Sie sich über die Aufführungstermine.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserem Brief aus Berlin!
 

Dominique Gonzalez-Foerster

Ausstellungsansicht: Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector, Esther Schipper, Berlin, 2022. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Photo © Andrea Rossetti
Panoramism

Das erste Panorama-Gebäude wurde 1793 am Leicester Square in London eröffnet. Mitte des 19. Jahrhunderts waren diese großen immersiven Szenarien, die typischerweise historische Ereignisse wie Schlachten oder Reisen zu exotischen Orten darstellten, in ganz Europa und Nordamerika sehr beliebt. Schon früh wurden sie in architektonische Umgebungen eingebettet, um die Illusion zu verstärken, und bewegte Dioramen wurden in theaterähnlichen Räumen gezeigt, manchmal von einem Vortragenden oder Darsteller kommentiert.

Die Fotografie und später das Kino übernahmen schnell die Funktion des Erzählens. Nicht nur die bewegte Bilderfolge verdrängte die Panoramen, sondern auch die Reproduktion. Überspringt man rund 150 Jahre Mediengeschichte bis in die Gegenwart, so finden wir uns in einer Bilderflut wieder, die als Aufmerksamkeitsökonomie bezeichnet wird. Ein Bild muss das Ziel schnell, aber nicht zu hart treffen. Es muss interessant genug sein, um den Blick anzuhalten, aber nicht so vereinnahmend, dass man sich das nächste Bild nicht mehr ansieht.
Querschnitt des Panorama-Gebäudes am Leicester Square in London, das von Robert Mitchell für die Ausstellung der Panoramagemälde von Robert Barker (1737-1806) entworfen wurde. Die Illustration wurde 1801 veröffentlicht. Public domain.
Dominique Gonzalez-Foerster (DGF) sagt, dass die letzten zwei Jahre ihre Vorstellung vom Raum verändert haben, und sie begonnen hat, ihn als kollektiv zu betrachten. Das Panorama ist ein Ausdruck davon. Es verbindet die wesentlichen Elemente verschiedener Medien: Von der Collage kommend, verschmilzt es Hunderte von Fragmenten zu einem kohärenten Ganzen, wobei ihre getrennten Identitäten intakt bleiben. Von der Malerei übernimmt es die Assoziation des Mediums mit der Dauer, sowohl bei der Produktion als auch bei der Rezeption malerischer Werke. Und schließlich ist es als Panorama ein reales Objekt, das die Betrachter anzieht.

DGF’s Panorama anzuschauen verlangsamt, die Betrachtung braucht Zeit. Während man sich von Tafel zu Tafel bewegt und die 30 Meter lange Fläche erkundet, entfaltet sich die Entdeckung der Fragmente von Kunstwerken und Fotografien nach und nach. Aus dem Gesamtbild heraus strahlen die einzelnen Elemente voller Optimismus und kreativem Elan. So wird der Aufenthalt im Panorama zu einem vergnüglichen Austausch, vergleichbar mit einem interessanten Gespräch. Man hat den Eindruck einer "echten" Begegnung: zu sehen - und paradoxerweise auch gesehen zu werden - und irgendwie als Teil dieser Landschaft wahrgenommen zu werden.

—Isabelle Moffat
 
Ausstellungsansicht: Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector, Esther Schipper, Berlin, 2022. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Photo © Andrea Rossetti
Panoramism and the Abstract Sector führt die Entwicklung einer künstlerischen, emotionalen und intellektuellen Genealogie der Künstlerin fort, welche 2021 in der Wiener Secession und diesen Sommer in den Serpentine Galleries begann. Ihre Panoramen stellen eine neue Entwicklung in Dominique Gonzalez-Foersters Erforschung der narrativen Kraft von Ausstellungen dar, die sich auf die Vorgeschichte des Kinos stützt. In einem Interview mit der Kuratorin Lynne Cooke beschrieb die Künstlerin ihre Faszination so: "Wie Sie wissen, bin ich sehr daran interessiert, Kategorien des späten 19. Jahrhunderts zu erforschen, die vor dem Kino entstanden sind, wie zum Beispiel das Panorama, und darüber nachzudenken, wohin sich das Ausstellungswesen entwickelt haben könnte, wenn das Kino nicht die Funktion der Erzählung übernommen hätte. Was wäre passiert, wenn das Panorama oder eine andere Form, wie das Diorama, das ein anderer Zweig desselben Baumes ist, diese Aufgabe übernommen hätte?" Mit dieser neuen Werkgruppe entwirft Gonzalez-Foerster das Panorama neu als ein Medium, das über die zeitgenössische Bildkultur hinausgeht und an das Erbe der Formate des frühen 19. Jahrhunderts anknüpft, indem es ihre visuelle Pracht zurückbringt und ihre diskursive Kraft als erzählerisches Mittel wieder entdeckt.
Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector III, 2022, UV-Pigmentdruck auf handgrundiertem Leinen. Photo © Andrea Rossetti.

Diese Tafel zeigt einen Ausschnitt der Berliner Mauer, der mit Werken von Edvard Munch, Barbara Honywood und John LaFarge überlagert ist. Unter den Menschenmassen, die während des so genannten Mauerfalls im November 1989 aufgenommen wurden, sind der Tänzer Harald Kreutzberg und die französische Schauspielerin Jeanne Roques aus dem Stummfilm Les Vampires von 1915 zu sehen.
Panoramism and the Abstract Sector ist ein 30 Meter langes halbkreisförmiges Panorama. Es besteht aus 12 Tafeln, die zu einer nahtlos gebogenen 180°-Grad-Fläche zusammengefügt sind. Jede Tafel ist eine Collage aus abstrakten und figurativen Motiven, aus Darstellungen realer und fiktiver Charaktere, die entlang der Berliner Mauer angeordnet sind, und wurde im UV-Druckverfahren auf handgrundiertem Leinen gedruckt. Die Bilder erstrecken sich von den Tafeln auf einen speziell bedruckten Teppich, der die halbrunde Fläche des Raumes bedeckt.
Ausstellungsansicht: Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector, Esther Schipper, Berlin, 2022. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Photo © Andrea Rossetti
Die speziell für ihre Ausstellung bei Esther Schipper, Berlin, konzipierte Arbeit Panoramism and the Abstract Sector bezieht sich auf die Geschichte Berlins im 20. Jahrhundert. Ein zentrales Motiv ist die Berliner Mauer: Mal lyrisch abstrakt, mal abstrakt expressionistisch, mal in Gemälden dargestellt oder mit Graffiti überzogen, bildet die Mauer die Kulisse für eine Vielzahl von Figuren und Orten. Wir sehen Künstler, die sich mit Schauspielern (in ihren Rollen und als sie selbst), Tänzern, Modedesignern, Musikern, Philosophen, Theoretikern und Schriftstellern vermischen - ihre Darstellungen zitieren aus Fotografien, Gemälden und Zeichnungen. Entlang eines zeitlichen Bogens - von Szenen mit Menschenmassen auf der Mauer im November 1989 bis hin zu späteren Bildern von umgestürzten Teilen des mit Graffiti beschmierten Betons - werden andere Schauplätze, vor allem in Berlin, und Protagonisten aus früheren Zeiten, insbesondere aus der Weimarer Zeit mit ihrer lebendigen, transgressiven und geschlechterübergreifenden Kunst- und Theaterszene, eingeflochten.
Ausstellungsansicht: Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector, Esther Schipper, Berlin, 2022. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Photo © Andrea Rossetti
Ein weiterer Schwerpunkt, der sich im Titel andeutet, ist die Abstraktion, insbesondere die abstrakte Malerei. So enthält Panoramism and the Abstract Sector eine Vielzahl von Verweisen auf die Abstraktion des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf die Farbfeldmalerei und den abstrakten Expressionismus, und zollt Künstlern wie Helen Frankenthaler und Lee Krasner Tribut. Am deutlichsten wird diese Ikonografie auf den ersten beiden Tafeln (die Nummerierung beginnt von links nach rechts), die Details aus Gemälden von Helen Frankenthaler und Hedda Sterne sowie eine Fotografie von hell erleuchteten Wolkenformationen zeigen. Doch Elemente aus abstrakten Gemälden und Zeichnungen durchziehen alle Tafeln: seien es Pflanzenaquarelle aus dem 19. Jahrhundert, Tuschezeichnungen von Victor Hugo und der Ausschnitt aus einem Gemälde von Agnes Pelton, ein Rorschach-Tintenklecks, Wolkenformationen, Gemälde von Lee Krasner, Edvard Munch, Ulla Wiggen, Janet Sobel und Ivan Kliun. Die Verwischung dieser kunsthistorischen Kategorien, d. h. die Unterscheidung zwischen Abstraktion und Darstellung, ist eines der Themen dieser Arbeit.
Ausstellungsansicht: Dominique Gonzalez-Foerster, Panoramism and the Abstract Sector, Esther Schipper, Berlin, 2022. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Photo © Andrea Rossetti
Die Künstlerin beschrieb ihr erstes Panorama, das sie für ihre Einzelausstellung in der Wiener Secession 2021 konzipierte, als eine Vision: "eine riesige transfeministische und antirassistische Exkursion... eine Eruption des Lebens, des Protests, des Aktivismus, des Begehrens, in einer Zeit der Kontrolle, der Angst, der Isolation und der Bildschirmzeit....". Diese Atmosphäre des Optimismus und des fröhlichen Feierns durchdringt auch Panoramism and the Abstract Sector. Man spürt, dass die Verbindung des Künstlers zu den Figuren tief empfunden wird. Die Menschen und Werke, die auf diesen überlebensgroßen Tafeln erscheinen, stehen für künstlerische und kulturelle Errungenschaften, Ideen, Aktivismus, wichtige Vorbilder und Inspirationen, Weggefährten und Freunde.
Sehen Sie unseren Ausstellungsfilm hier
Video: art/beats
 

Paul B. Preciado und Dominique Gonzalez-Foerster

Ausstellungsansicht: Paul B. Preciado und Dominique Gonzalez-Foerster, Une Valise Transféministe, Esther Schipper, Berlin, 2022. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Photo © Andrea Rossetti
Derzeit ist im Bookstore Une Valise Transféministe zu sehen, ein Ensemble, das aus verschiedenen Koffern, Büchern und einem Film besteht.

Der Film, bringt Bücher auf die Leinwand. Zwischen einer tragbaren Bibliothek und einem Transition-Kit, versammelt Une Valise Transféministe fotografische Auszüge aus feministischen, lesbischen, queeren, anarcho-libertären und Trans-Texten. Als visuelle Darstellung des gemeinsamen Lesens stellt der Film die Frage, wie Literatur ausgestellt werden kann (und versucht, eine mögliche Antwort darauf zu geben). Aus den unterstrichenen Sätzen, den hervorgehobenen Passagen und den Fußnoten mit Verweisen, die zur weiteren Lektüre markiert sind, entsteht das Porträt eines/r Lesers/in - oder mehrerer Lesender - sowie ein eindrucksvolles Dokument des feministischen und transfeministischen Denkens.

Alle im Film dargestellten Texte tauchen als physische Bücher in den drei Werken auf, die unter dem Titel Une Valise Transféministe zusammengefasst sind. Die drei gebrauchten Koffer sind mit Büchern aus verschiedenen Epochen gefüllt - einer mit Büchern, die vor 1900 erschienen sind, ein anderer mit Werken aus der Zeit zwischen 1900 und 2000 und ein dritter mit Veröffentlichungen seit 2000 - und repräsentieren so Epochen feministischen und transfeministischen Denkens. Unter den Büchern befinden sich Romane, Memoiren, historische und politische Abhandlungen, philosophische Traktate, Manifeste und theoretische Essays, klassische und grundlegende feministische und transfeministische Texte, unter anderem zu Themen wie Klassen- und Rassenbeziehungen, Kolonialismus, Wahlrecht, Rechte der Frauen, menschlicher und nichtmenschlicher Tiere, Gender und Sexualität, und Liebe.
Ausstellungsansichten: Paul B. Preciado und Dominique Gonzalez-Foerster, Une Valise Transféministe, Esther Schipper, Berlin, 2022. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Photos © Andrea Rossetti
Der Feminismus, so wird immer wieder festgestellt, beginnt in jeder Generation von neuem: eine Zersplitterung, die die Errungenschaften der vorangegangenen Generationen unterlaufen kann. Une Valise Transféministe ist somit auch eine Geste der Wiederherstellung gegen dieses Vergessen, in der die lange Geschichte feministischen und transfeministischen Denkens und Engagements aufgezeigt wird. Die mit Büchern gefüllten Koffer verweisen nicht nur auf die Geschichten des Denkens und des Aktivismus, sondern auch auf Übergangsräume, sowohl im wörtlichen Sinne - das Reisen - als auch im metaphorischen Sinne - den Zustand des Werdens. Es erinnert auch an DGFs Serie von Werken mit dem Titel tapis de lecture, die aus einem Teppich und Stapeln von Büchern bestehen, welche die Bibliographien eines Werks bilden.

Zu den früheren Kooperationen zwischen Paul B. Preciado und Dominique Gonzalez-Foerster gehören beispielsweise die von Preciado geschriebenen Lieder für Exotourisme - DGFs musikalische Zusammenarbeit mit Julien Perez - und die Entwicklung der skulpturalen Arbeit In remembrance of the coming alien (Alienor), die im Park vor den Serpentine Galleries anlässlich von DGFs Einzelausstellung 2022 in der Institution präsentiert wurde.
Paul B. Preciado und Dominique Gonzalez-Foerster, Une Valise Transféministe, 2019, 3 Koffer mit Büchern, Video, Dauer: 1:34:51 Min. © Dominique Gonzalez-Foerster / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Standfoto © Paul B. Preciado and Dominique Gonzalez-Foerster
 

Tino Sehgal und Philippe Parreno

Philippe Parreno, Anywhere Out Of The World, 2000, DVD Projektion, Lautsprecher, Licht.
Ausstellungsansicht: Ob/Scene Festival, Esther Schipper, Seoul, 2022. Photo © Hyun Jun Lee
Ob/Scene Festival
Mit Tino Sehgal und Philippe Parreno
Bis 20. November 2022

Esther Schipper, Seoul
6, Noksapyeong-daero 46ga-gil
Yongsan-gu, Seoul 04345
www.estherschipper.com

Noch bis Sonntag, den 20. November, werden zwei Werke in unserer Dependance in Seoul gezeigt: Ann Lee von Tino Sehgal, 2011, und Anywhere Out Of The World von Philippe Parreno, 2000. Die Präsentation ist Teil des Ob/Scene Festivals.

1999 erwarben Philippe Parreno und Pierre Huyghe von der japanischen Agentur KWorks das Copyright für eine japanische Manga-Figur und ihr Bild im Original. Sie nannten sie Ann Lee.

Ursprünglich wurde die Figur von der Agentur lizenziert, um in kleineren Rollen in Comics, Anzeigen oder Videospielen aufzutreten, doch Ann Lee wurde von allen gewerblichen Urheberrechten "befreit". Parreno und Huyghe schlugen sechzehn Künstlern - darunter Liam Gillick, Rirkrit Tiravanija, Dominique Gonzalez-Foerster und Richard Phillips sowie der französischen Schauspielerin Catherine Deneuve - vor, die Figur für ihre eigenen Projekte zu verwenden, woraus eine Reihe von Videos, Objekten und Drucken entstand.

In Parrenos Video Anywhere Out of the World, 2000, erscheint Ann Lee als 3D-Figur, die mit einer Motion-Capture-Animation konzipiert wurde. Der Film besteht aus einer einzigen animierten Sequenz, in der Ann Lee sich und ihre Geschichte vorstellt: "Mein Name ist Ann Lee! Ann Lee! Du kannst ihn buchstabieren, wie du willst! Es spielt keine Rolle, nein, das tut es nicht. [...] Ich bin eine imaginäre Figur. Ich bin kein Geist, nur eine Hülle."

2011 zollte Tino Sehgal - der regelmäßig mit Huyghe und Parreno zusammenarbeitet - dem Projekt der beiden Künstler Tribut, indem er Ann Lee als kleines Mädchen in einer seiner "konstruierten Situationen" wieder zum Leben erweckte: Ann Lee, 2011.

Die Werke sind bei Esther Schipper Seoul bis zum 20. November 2022 von 12-18 Uhr zu sehen.
Philippe Parreno, Anywhere Out Of The World, 2000 (Still) © Philippe Parreno
 

Art Cologne

Standansichten: Esther Schipper, Art Cologne 2022. Photos © Andrea Rossetti
Art Cologne
Hall 11.2, Booth A-104
Koelnmesse
Messeplatz 1
50679 Köln
Bis 20. November 2022
www.estherschipper.com

Besuchen Sie uns noch bis diesen Sonntag an unserem Stand auf der Art Cologne, wo wir Werke von Rosa Barba, Sarah Buckner, Angela Bulloch, Ceal Floyer, Dominique Gonzalez-Foerster, Ann Veronica Janssens, Jac Leirner, Isa Melsheimer, Sojourner Truth Parsons, Cemile Sahin, Karin Sander, Julia Scher und Hito Steyerl präsentieren.

Klicken Sie hier, um die Werke in unserem Stand zu sehen

Wenn Sie ein Dossier erhalten möchten oder Fragen zu unserer Präsentation auf der Art Cologne haben, wenden Sie sich bitte an Laura Kuthan kuthan@estherschipper.com.
 

Art Basel Miami Beach

Photos © Jörg von Bruchhausen; © Andrea Rossetti
Art Basel Miami Beach
Booth H17
Miami Beach Convention Center
1901 Convention Center Drive
Miami Beach, FL 33139
29. November - 3. Dezember 2022
www.artbasel.com

Esther Schipper freut sich, an der Art Basel Miami Beach 2022 teilzunehmen, die vom 29. November bis 3. Dezember stattfindet. Wir hoffen, dass Sie uns auf der Messe, Stand H17, besuchen werden.

Mit Werken von Rosa Barba, Stefan Bertalan, Martin Boyce, Matti Braun, Nathan Carter, Jacques Douchez, Simon Fujiwara, General Idea, Liam Gillick, Dominique Gonzalez-Foerster, Ann Veronica Janssens, Norberto Nicola, Roman Ondak, Philippe Parreno, Sojourner Truth Parsons und Julia Scher.

In diesem Jahr nehmen wir an der Kabinett-Sektion der Art Basel Miami Beach mit einer besonderen Präsentation von Werken von Angela Bulloch teil.

Klicken Sie hier, um die Werke in unserem Stand zu sehen

Wenn Sie ein Vorschaudossier erhalten möchten oder Fragen zu unserer Präsentation auf der Art Basel Miami Beach haben, wenden Sie sich bitte an Marek Obara obara@estherschipper.com.
Angela Bulloch, Heavy Metal Stack of Six: Mint Jade, 2022, Pulverbeschichteter Stahl, 309 x 80 x 50 cm. Photo © Eberle & Eisfeld
 

Cemile Sahin at Kunsthalle Osnabrück

Auf die Wand projiziert: Four Ballads for my Father – Spring, 2022, digitales Video, Dauer: 43:40 Min.
Ausstellungsansicht: Cemile Sahin, A Song of Tigris & Euphrates, Kunsthalle Osnabrück, 2022. Photo © Lucie Marsmann
Cemile Sahin
A Song of Tigris & Euphrates
Kunsthalle Osnabrück
Bis 5. März 2023
www.kunsthalle.osnabrueck.de

Präsentiert in der Kunsthalle Osnabrück als Teil einer groß angelegten Installation, ist Cemile Sahins Film Spring der erste Teil ihres mehrteiligen Projekts Four Ballads for my Father. Ein Hauptmotiv des übergreifenden Themas von Four Ballads for my Father ist die Rolle des Wassers, insbesondere die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des GAP-Staudammprojekts in der Türkei. Seit mehreren Jahrzehnten wird das Südostanatolien-Projekt, auch GAP (türkisch: Güneydoğu Anadolu Projesi) genannt, am Oberlauf von Euphrat und Tigris in den kurdischen Gebieten der Türkei gebaut. Für die Nachbarländer Syrien und Irak ist das GAP-Projekt zu einer ernsthaften Bedrohung geworden und hat wiederholt zu Spannungen zwischen den Ländern geführt.

Sahins Spring behandelt das Thema durch eine fiktionale Linse und erzählt die Geschichte einer kurdischen Familie, deren Heimat durch ein türkisches Staudammprojekt überflutet wurde und deren Mitglieder zwischen Istanbul, Paris und auf der Straße umherziehen.

Wir treffen die Familie an einer Gedenkstätte, wem diese Gedänkstätte gilt bleibt im Unklaren. In einer Vignette nach der anderen lernen wir Mitglieder der Familie kennen und erfahren etwas über ihr Leben - vergangene Erfahrungen, große und kleine Kämpfe in der Gegenwart und Hoffnungen für die Zukunft. Langsam erahnen wir die Beziehung zwischen den Mitgliedern der kurdischen Familie und ihre Verbindung zu einem vermissten Ehemann, Freund und Vater: Hasan.
Auf die Wand projiziert: Four Ballads for my Father – Spring, 2022, digitales Video, Dauer: 43:40 Min.
Ausstellungsansichten: Cemile Sahin, A Song of Tigris & Euphrates, Kunsthalle Osnabrück, 2022. Photos © Lucie Marsmann
Dieser Vermisste stellt auch eine Verbindung zu dem anderen Erzählstrang dar: zwei türkischsprachige Geschäftsleute, die, wie in ihren Gesprächen angedeutet wird, etwas zu verbergen haben, das mit dem Verschwinden zu tun haben könnte oder auch nicht. In einer erzählerischen Wendung, die der Erzählung eine Struktur verleiht und dem Film eine intelligente selbstreflexive Ebene hinzufügt, wird ein Teil des Filmmaterials angeblich von einem französischen Dokumentarfilmer gedreht, der das Verschwinden von Hasan untersucht, die kurdische Familie interviewt und Kontakt zu der türkischen Firma aufgenommen hat, die die Geschäftsleute in Frankreich vertreten.

Die Erzählung bedient sich verschiedener Genres - darunter Dokumentarfilm, Politthriller, Film Noir, Melodrama und Telenovela - und schwankt zwischen dramatischer Action, fast karikaturhaftem Bösewicht und einer Art naturalistischer Apathie, enthält aber auch vorgefundenes Material von Gewaltszenen bei Protesten und militärischen Aktionen. Spring verwebt all diese Erzählstränge geschickt miteinander und behält dabei eine ausgeklügelte Film-im-Film-Struktur im Spiel. In mehreren Monologen, die in die Kamera gerichtet sind, scheinen die Protagonisten sowohl über die Erfahrung von Vertreibung und Migration als auch über die der Schauspielerei zu sprechen.
Cemile Sahin, Four Ballads for my Father – Spring, 2022 (Standfoto), digitales Video, Dauer: 43:40 Min. © Cemile Sahin
Eine der Filmfiguren liest ein Buch von Cemile Sahin.
Sahins Insider-Witze - wie die Lektüre einer kurdischen Ausgabe des Künstlerbuchs ALLE HUNDE STERBEN (EN: ALL DOGS DIE, nie auf Kurdisch veröffentlicht) durch eine Figur oder die Platzierung einer ihrer Tafelarbeiten im Büro der französischen Dokumentarfilmer - verkomplizieren die Unterscheidung von Fakt und Fiktion zusätzlich. "Diese Franzosen", sagt der türkische Geschäftsmann herablassend, als er Sahins It Would Have Taught Me Wisdom sieht, "haben keinen Geschmack".

Spring endet mit einer Szene, in der die kurdische Familie eine niederschmetternde Nachricht erhält, was auf eine Verbindung zwischen der Trauerszene zu Beginn des Films hindeutet. Doch in Anlehnung an Sahins häufige Verwendung von Konventionen des episodischen Erzählens bleiben viele Fragen offen, die vielleicht in den nächsten Teilen von Vier Balladen für meinen Vater geklärt werden.
Cemile Sahin, Four Ballads for my Father – Spring, 2022 (Filmstill), digitales Video, Dauer: 43:40 Min. © Cemile Sahin
 

Cemile Sahin bei der 16th Lyon Biennale: manifesto of fragility

Cemile Sahin, Drone Valley, 2022, Ortsspezifische Installation mit aufblasbarer Checkpoint-Skulptur, Video, Sound und Tapete, variable Dimensionen, Dauer: 7:40 Min. Ausstellungsansicht: 16th Lyon Biennale: manifesto of fragility, Lyon, 2022. Photo © Andrea Rossetti
16th Lyon Biennale: manifesto of fragility
Mit Cemile Sahin
Fagor factories
65 Rue Challemel Lacour
69007 Lyon
Bis 31. December 2022
www.labiennaledelyon.com

Die neue Multimedia-Installation Drone Valley von Cemile Sahin, die derzeit im Rahmen der 16. Biennale von Lyon zu sehen ist, konzentriert sich auf ihre laufende Arbeit über den Vertrag von Lausanne von 1923 und dessen Auswirkungen auf den Nahen Osten hundert Jahre später. Die Künstlerin konzentriert sich auf die drittlängste Mauer der Welt: die 900 km lange Mauer, die die Türkei an ihrer Grenze zu Syrien gebaut hat, vermeintlich um sich gegen illegalen Grenzübertritt und Schmuggel zu schützen.

Die Installation besteht aus einem Video, aufblasbaren skulpturalen Elementen und einer Fototapete.

Die aufblasbare Skulptur erinnert an einen Teil der Grenzmauer und flankiert das Video der Autobahn M4, einer strategischen Route, die teilweise entlang der Mauer verläuft und über die die Türkei ihre Grenzen befestigen will.

Die Tapete kombiniert Bilder der türkischen und syrischen Grenze, die von Google Maps stammen, mit einem kurzen Text. Der Text stammt aus einer Rede des Führers der türkischen Nationalbewegung und Gründers der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk (1881-1938), aus dem Jahr 1925. Es lautet im vollen Wortlaut: "Die Zukunft liegt im Himmel, denn Nationen, die ihren Himmel nicht schützen können, können sich ihrer Zukunft niemals sicher sein." Atatürk hielt diese Rede, als sein Land dem Weltluftsportverband (FAI) beitrat.
Cemile Sahin, For Nations That Cannot, 2022. UV-Druck auf Autoverpackungsfolie, montiert auf klarem Acrylglas.

Diese Arbeit gehört zu einer Serie, die auf Bilder aus Drone Valley zurückgreift und sie mit Fragmenten des Zitats von Kemal Atatürk kombiniert, das auf der Tapete der Installation zu sehen ist.
Während sich Atatürk ursprünglich auf die Entwicklung von Flugzeugen für militärische Zwecke bezog, erinnern seine Worte heute, insbesondere im Zusammenhang mit Sahins Arbeit, an den Einsatz unbemannter Drohnen durch das Militär, zivile Behörden und kommerzielle Unternehmen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass der Weltluftsportverband seinen Sitz in Lausanne hat, das derzeit auch ein Zentrum für die Entwicklung der Drohnentechnologie und deren Handel ist.

Ein Jahrhundert nach den Lausanner Verträgen zeigt Sahins Arbeit eine neue Verbindung zwischen der Schweizer Stadt und dem Nahen Osten auf: In Lausanne hergestellte Drohnen und Drohnensoftware wurden mit dem türkischen Patrouillensystem dieser riesigen Mauern und Straßen verbunden. Durch die Verbindung von Luftaufnahmen, Video, Ton und skulpturalen Materialien dieser beiden massiven Infrastrukturprojekte unterstreicht Sahin die Auferlegung ideologischer Realitäten auf Landschaften sowie die gezielte Zerstörung, die diese Ideologien bewirken.
Cemile Sahin, Drone Valley, 2022, Ortsspezifische Installation mit aufblasbarer Checkpoint-Skulptur, Video, Sound und Tapete, variable Dimensionen, Dauer: 7:40 Min. Ausstellungsansicht: 16th Lyon Biennale: manifesto of fragility, Lyon, 2022. Photo © Andrea Rossetti.

Die Installation besteht aus einem Video, aufblasbaren skulpturalen Elementen und einer Fototapete.
 

Liam Gillick und das World Weather Network

Liam Gillick, A Variability Quantifier (aka The Fogo Island Red Weather Station), Fogo Island, 2022. Photo © Joshua Jensen
Die Wetterstation von Liam Gillick auf Fogo Island ist nun schon seit einigen Wochen in Betrieb und überträgt Daten. Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf den größeren Rahmen lenken, in dem das Werk entstanden ist, nämlich das World Weather Network.

Das World Weather Network wurde als Reaktion auf die Klimakatastrophe ins Leben gerufen und ist eine Konstellation von Wetterstationen, die von 28 kulturellen Organisationen auf der ganzen Welt eingerichtet wurden, und eine Einladung zum Hinschauen, Zuhören, Lernen und Handeln.

Vom 21. Juni 2022 bis zum 21. Juni 2023 tauschen Künstler, Schriftsteller und Gemeinden Beobachtungen, Geschichten, Überlegungen und Bilder über ihr lokales Wetter aus und schaffen so ein Archipel von Stimmen und Standpunkten. Unter Einbeziehung von Klimawissenschaftlern und Umweltschützern bringt das World Weather Network verschiedene Weltanschauungen und unterschiedliche Arten, das Wetter zu verstehen, an verschiedenen Orten und in verschiedenen Sprachen zusammen.

Wetterstationen

Jede der teilnehmenden kulturellen Einrichtungen hat einen bedeutsamen Ort ausgewählt, von dem aus KünstlerInnen und AutorInnen das lokale Wetter erforschen können, sogenannte "Wetterstationen". Dabei kann es sich um bestimmte Orte, Gebäude, Umgebungen oder größere geografische Regionen handeln. Von jeder Wetterstation aus schaffen Künstler und Autoren neue Werke in einer Reihe verschiedener Kunstformen: das sind die "Wetterberichte".

Die Website des World Weather Network bietet eine Fülle von Informationen über diese Projekte in der ganzen Welt: darunter historische Bilder, Fotoessays, zeitgenössische Orte und Beobachtungen, Bilder und Texte über Wetter, Klima, Ökologie, Architektur, Filme, Tonarbeiten, Lesungen, Veranstaltungen, Konferenzen und natürlich die Daten der Wetterstationen, teilweise in Form von Memoiren, Kunstprojekten und anthropologischen Forschungsprojekten.
Liam Gillicks A VARIABILITY QUANTIFIER

A Variability Quantifier (aka The Fogo Island Red Weather Station) ist ein Kunstwerk, das als operative Wetterstation auf Fogo Island fungieren soll. Sie sammelt lokale Wetterdaten und ist ein Ort für Bildung, Reflektion und Diskussion. Der Ort und das Werk können von den Menschen besucht und genutzt werden.

Die von der Wetterstation erzeugten Daten werden den auf Fogo Island lebenden Gemeinschaften sowie künstlerischen und wissenschaftlichen Gemeinschaften auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt und dienen als Quellenmaterial für kreative Interpretationen und Untersuchungen dieses wetterabhängigen Teils der Welt. Die mit diesen Daten erstellten Berichte werden im Laufe des Jahres über World Weather Network veröffentlicht.

Mit Unterstützung von Partnern aus der lokalen Gemeinde entwickelte Liam Gillick sein Konzept für ein Modell im 2/3-Maßstab einer typischen Fischereistation, wie sie auf Fogo Island üblich ist. Die Struktur ist ein Rahmen für Wissenschaftler und Mitglieder der lokalen Gemeinschaft, um meteorologische Instrumente hinzuzufügen, die bei der Messung und Verfolgung des lokalen Wetters hilfreich sind. Vor allem aber hilft es, Veränderungen zu überwachen, die mit der zunehmenden Erfahrung der Klimakrise zusammenhängen. Fogo Island befindet sich in der ersten Reihe am Labradorstrom, um Veränderungen bei Ereignissen wie der jährlichen Bewegung von Eisbergen in der "Iceberg Alley" zu beobachten.
Klicken Sie auf das Bild, um das Online-Datenportal zu besuchen und die Informationen von Gillicks Wetterstation auf Fogo Island zu sehen.
Liam Gillicks Projekt für Fogo Island entwickelt sein Interesse an den Ursprüngen des Verständnisses der Klimawissenschaft weiter, das bereits in mehreren seiner Werke zum Ausdruck kommt. In den letzten Jahren hat er sich insbesondere auf die Arbeit des bedeutenden japanisch-amerikanischen Klimatologen Syukuro Manabe bezogen. Manabe entwickelte zusammen mit seinen Kollegen Mitte der 1960er Jahre raffinierte mathematische Werkzeuge zur Modellierung der Atmosphäre.

Das Bauwerk wird als Mess- und Experimentierfeld genutzt. Die Basis ist eine autonome Fernwetterstation, die lokale Klimadaten sammelt und online weitergibt. Der Standort wird auch als Labor für die Einführung neuer Beobachtungs- und Messgeräte sowie für gezielte Experimente genutzt, je nachdem, wie sich das Projekt entwickelt und wie groß der lokale Bedarf oder der Wunsch ist, zusätzliche Informationen zu sammeln. Sie dient auch als Ort für Schulbesuche, um das Verständnis für die Rolle der wissenschaftlichen Modellierung und Datenerfassung im Zusammenhang mit dem Klima zu fördern. Die Struktur ist in RAL 3020 rot gehalten, eine Farbe, die Gillick häufig verwendet, um eine Rolle zwischen einem funktionalen Rahmen und einem Kunstwerk anzudeuten, das integriert und doch von seiner Umgebung getrennt ist.

A Variability Quantifier ( aka The Fogo Island Red Weather Station), 2022 wurde von der National Gallery of Canada im Rahmen ihrer National Outreach Initiative erworben, bei der Kunstwerke aus der Sammlung an Orten im ganzen Land aufgestellt und gepflegt werden. Das Werk wird bis Oktober 2026 auf Fogo Island zu sehen sein.
Liam Gillick, A Variability Quantifier (aka The Fogo Island Red Weather Station), Fogo Island, 2022. Photo © Joshua Jensen
Der London Review of Books arbeitet mit dem World Weather Network zusammen. Seit Juli wird jeden zweiten Freitag ein neuer Bericht eines LRB-Autors über einen der WWN-Standorte im LRB-Blog veröffentlicht, zusammen mit Kunstwerken, die vom Netzwerk erstellt wurden. Bis zum nächsten Sommer werden Künstler und Autoren ihre Beobachtungen, Geschichten, Überlegungen und Bilder zu ihrem lokalen Wetter und den Auswirkungen des Klimanotstands veröffentlichen. Lesen Sie alle bisher veröffentlichten Beiträge HIER oder indem Sie auf das Bild unten klicken.
 

Christopher Roth und Jeanne Tremsal

Sehen Sie den Trailer für Servus Papa, See You in Hell hier
Servus Papa, See You in Hell
Ein Film von Christopher Roth und Jeanne Tremsal
Allgemeiner Kinostart in Deutschland 24. November 2022
Weitere Informationen zum Film
Sehen Sie hier den Trailer

Der Spielfilm Servus Papa, See You in Hell erzählt die Geschichte von Jeanne. Die 14-jährige lebt in einer Kommune auf dem Bauernhof, seit sie zwei Jahre alt ist. Ihre Mutter und ihr Vater wohnen in Stadtkommunen und kommen nur selten zu Besuch. Dies ist eines der Gesetze, das Otto, der Herrscher der Kommune, so bestimmt: Kinder wachsen ohne Eltern auf. Jeanne kennt keine andere Welt, genießt ihr Leben in der Umgebung vieler anderer Kinder in der freien Natur – bis sie sich in den 16-jährigen Jean verliebt und ihr Kindheitsparadies Risse bekommt. Sie verstößt damit gegen Ottos oberstes Gesetz: „Sex ist erlaubt, aber Liebe verboten“.

Nachfolgend eine Liste der Vorführungen, bei denen Christopher Roth, Clemens Schick und Jeanne Tremsal anwesend sein werden. Der allgemeine Kinostart in den deutschen Kinos beginnt am 24. November 2022.

Reviews
"Roth’s lightly fictionalized drama is an engrossing study in mass gaslighting and twisted political radicalism, couching some very dark material in a deceptively sunny and lyrical package… this warning from history feels more current and universal than most period pieces, gaining extra timely traction in the post 'Me Too' era, with toxic masculinity under much deeper scrutiny."
– Stephen Dalton, The Verdict (EN)

"Visually impressive with some striking scenes."
– Allan Hunter, Screendaily (EN)

"Sie legen die Mechanismen offen, die Menschen wider besseres Wissen dazu bringen, wegzuschauen, wenn Verbrechen geschehen."
– Peter Gutting, Film-Rezensionen (DE)

"So funktioniert der Film durchaus als Lehrstück über Macht und Machtmissbrauch im Namen der Freiheit."
– Frank Arnold, EDP Film (DE)
Die nächsten Termine (in Anwesenheit von Christopher Roth, Clemens Schick und Jeanne Tremsal)

21. November, 21.15 Uhr Tallinn Black Nights Film Festival (mit Q&A)
22. November, 20.15 Uhr Tallinn Black Nights Film Festival
23. November, 19.30 Uhr Tallinn Black Nights Film Festival
24. November, 19.00 Uhr Berliner Kinotour (Moviemento)
25. November, 20.30 Uhr Kinofest Lünen (mit Q&A)
26. November, 15.30 Uhr Kinofest Lünen
26. November, 20.00 Uhr Münster Kinotour (Cinema)
27. November, 20.00 Uhr Köln Kinotour (Cinenova)
28. November, 20.00 Uhr München Kinotour (City Kino)
29. November, 20.00 Uhr Kassel Kinotour (Bali)

Servus Papa, See You in Hell
Regie: Christopher Roth
Drehbuch: Jeanne Tremsal, Christopher Roth
DarstellerInnen: Jana McKinnon, Clemens Schick, Leo Altaras, Dirk von Lowtzow, u.a.
Produktion: Arden Film
Vertrieb Deutschland: Port au Prince Pictures
Sprache: Deutsch (Englische Untertitel)
Servus Papa, See You in Hell, 2022, Regie: Christopher Roth. Standfoto © Arden Film
 

Reading Corner

<b>Dominique Gonzalez-Foerster </b><br>

Dominique Gonzalez-Foerster

Volcanic Excursion. A Vision
Verlag: Secession
2021
Sprache: Englisch

Available here

<b>Dominique Gonzalez-Foerster</b><br>

Dominique Gonzalez-Foerster

1887 – 2058
Verlag: Prestel Publishing
2016
Sprache: Englisch

Available here

<b>Paul B. Preciado</b><br>

Paul B. Preciado

Can the Monster Speak?
2021
Verlag: Fitzcarraldo Editions
Sprache: Englisch

Available here

<b>Paul B. Preciado</b><br>

Paul B. Preciado

An Apartment on Uranus
2020
Verlag: Fitzcarraldo Editions
Sprache: Englisch

Available here

<b>Paul B. Preciado </b><br>

Paul B. Preciado

Ein Apartment auf dem Uranus
2020
Verlag: Suhrkamp Verlag
Sprache: Deutsch

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<b>Cemile Sahin</b>

Cemile Sahin

ALLE HUNDE STERBEN
2020
Verlag: Aufbau Verlag
Sprache: Deutsch

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<b>Liam Gillick</b>

Liam Gillick

Half a Complex
2019
Verlag: Hatje Cantz
Sprache: Englisch

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<b>Liam Gillick</b>

Liam Gillick

'A Max De Vos'
2022
Verlag: Borgerhoff & Lamberigts
Sprache: Englisch

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